Narben sind mehr als nur Hautsache.
Nach Operationen oder Verletzungen können sie Schmerzen, Spannungen oder Bewegungseinschränkungen verursachen. Die Narbentherapie in der Physiotherapie hilft, Gewebe zu mobilisieren und Beschwerden gezielt zu lindern.
Narbentherapie in der Physiotherapie: Sanfte Behandlung für mehr Beweglichkeit
Warum Narbentherapie wichtig ist
Narben entstehen nach Operationen, Verletzungen oder Verbrennungen – oft mit Folgen für das umliegende Gewebe. Verklebungen und eingeschränkte Elastizität können Schmerzen verursachen und die Beweglichkeit einschränken. Die gezielte physiotherapeutische Behandlung der Narbe trägt dazu bei, das Gewebe zu lockern, Spannungen zu reduzieren und Folgeprobleme wie Haltungsschäden zu vermeiden.
Behandlungsmethoden in der Narbentherapie
Zentrale Bestandteile sind die manuelle Narbenmobilisation, bei der mit sanften Griffen Verklebungen zwischen Haut, Unterhaut und Faszien gelöst werden. Ergänzt wird dies durch:
- Querfriktion oder Tiefenmassage zur Durchblutungsförderung
- Faszientechniken zur Behandlung tiefer Gewebeschichten
- Manuelle Lymphdrainage bei Schwellungen
- Kinesiotaping zur sanften Mobilisation
- Ultraschalltherapie zur Stimulation tiefer Gewebsstrukturen
Auch Dehnübungen spielen eine wichtige Rolle – besonders bei Narben in gelenknahen Bereichen.
Wann und wie beginnt eine Narbentherapie?
In der Regel startet die Narbentherapie etwa zwei bis vier Wochen nach vollständigem Wundschluss. Bei Bedarf (z. B. starke Schwellung) kann – nach ärztlicher Rücksprache – auch früher mit sanften Maßnahmen begonnen werden. Ziel ist es stets, die Funktionalität, Beweglichkeit und Lebensqualität der Patient:innen zu verbessern. Ein weiterer wichtiger Teil der Therapie ist die Anleitung zur Eigenbehandlung, um den Langzeiterfolg zu sichern.
Jede Narbe erzählt eine Geschichte – mit der richtigen Therapie wird sie nicht zum Hindernis, sondern Teil der Heilung.
Ihr Team für Physiotherapie & Bewegung